Auch wir bei GreNet unterstützen Gründer:innen
Neben den staatlichen Förderprogrammen bieten wir als GreNet Gründer:innen eigene, vergünstigte Konditionen: Wer sich gerade selbstständig macht, erhält bei uns spezielle Gründertarife für Hosting, Internet und digitale Infrastruktur. Und wenn zum Start auch eine eigene App dazugehören soll, muss das nicht auf einen Schlag bezahlt werden – wir bieten die Möglichkeit, die Kosten über die Vertragslaufzeit abzubezahlen. So bleiben digitale Prozesse von Anfang an bezahlbar und lassen sich von Beginn an mit einplanen, statt das Budget gerade in der wichtigen Anfangsphase zusätzlich zu belasten.
Warum sich ein Blick auf Förderprogramme lohnt
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist aufregend – aber er kostet meistens auch erstmal Geld. Ob Laptop, Büroausstattung, Website oder die ersten Monate ohne festes Einkommen: Ohne finanziellen Puffer wird's schnell eng. Die gute Nachricht: In Deutschland gibt es eine ganze Reihe an Förderprogrammen, die genau für solche Situationen gemacht sind. Vom zinsgünstigen Kredit bis zum nicht rückzahlbaren Zuschuss ist für fast jede Gründungssituation etwas dabei. Das Problem ist eher, im Förder-Dschungel den Überblick zu behalten. Genau dabei wollen wir dir helfen.
Zuschüsse: Geld, das du nicht zurückzahlen musst
Zuschüsse sind für viele Gründer der Favorit, weil sie – anders als Kredite – nicht zurückgezahlt werden müssen. Dafür sind die Voraussetzungen oft etwas strenger und die Antragswege nicht immer super simpel. Ein paar der bekanntesten Programme:
- Gründungszuschuss der Arbeitsagentur: Wenn du aus der Arbeitslosigkeit heraus gründest und noch Anspruch auf Arbeitslosengeld I hast, kannst du diesen Zuschuss beantragen. Er sichert dir für sechs Monate deinen bisherigen ALG-I-Satz plus 300 Euro pauschal für die Sozialversicherung, danach optional weitere neun Monate nur die 300 Euro.
- Einstiegsgeld (bei Bürgergeld-Bezug): Wer aus dem Bürgergeld-Bezug gründet, kann beim Jobcenter das Einstiegsgeld beantragen – ein Zuschuss, dessen Höhe individuell vom Jobcenter festgelegt wird.
- EXIST-Gründerstipendium: Speziell für Studierende, Absolventinnen und Wissenschaftler, die aus einer Hochschule oder Forschungseinrichtung heraus ein innovatives, technologieorientiertes Unternehmen gründen wollen. Das Stipendium deckt Lebenshaltungskosten für bis zu ein Jahr und bietet zusätzlich Sachmittel und Coaching.
- Landesspezifische Gründerzuschüsse: Viele Bundesländer haben eigene Programme, oft über die jeweilige Förderbank (z. B. L-Bank in Baden-Württemberg). Hier lohnt sich ein Blick auf die Angebote in deinem Bundesland, weil sich Förderhöhen und Bedingungen stark unterscheiden können.
Wichtig zu wissen: Zuschüsse sind meist an konkrete Bedingungen geknüpft – etwa einen tragfähigen Businessplan, eine bestimmte Vorlaufzeit vor der Antragstellung oder eine fachkundige Stellungnahme (z. B. von der IHK oder Handwerkskammer). Plane also genug Zeit für die Antragsvorbereitung ein.
Förderkredite: Günstig finanzieren über die KfW & Co.
Wenn du eine größere Investition planst – etwa Maschinen, Warenlager oder die Übernahme eines bestehenden Betriebs – kommen Förderkredite ins Spiel. Diese Kredite sind meist zinsgünstiger als normale Bankdarlehen und bieten oft tilgungsfreie Anlaufjahre. Die wichtigsten Anlaufstellen:
- KfW-Gründerkredit StartGeld: Gedacht für kleinere Vorhaben bis 125.000 Euro, ideal für Gründer und junge Unternehmen (bis fünf Jahre nach Gründung). Die KfW übernimmt einen Großteil des Ausfallrisikos, was es Hausbanken leichter macht, den Kredit zu vergeben.
- KfW-Unternehmerkredit: Für größere Finanzierungsvolumen, auch für etablierte Unternehmen nutzbar, die investieren oder Betriebsmittel benötigen.
- ERP-Gründerkredit – Universell: Ein flexibles Programm der KfW auf Basis von ERP-Mitteln, das sowohl Investitionen als auch Betriebsmittel finanziert und für Voll- wie Nebenerwerbsgründungen offensteht.
- Mikrokredite: Für kleinere Finanzierungsbedarfe bis etwa 25.000 Euro, oft auch für Gründer ohne umfangreiche Sicherheiten interessant, vergeben über den Mikrokreditfonds Deutschland und spezialisierte Mikrofinanzinstitute.
- Mikromezzaninfonds Deutschland: Vergibt eigenkapitalähnliches Mezzanine-Kapital bis zu 50.000 Euro, ebenfalls ohne klassische Bankensicherheiten, aber mit eigenen Zugangsvoraussetzungen.
Wichtig: Förderkredite laufen fast immer über deine Hausbank – du gehst also zur Bank, die den Antrag an die KfW oder Landesförderbank weiterleitet. Ein gut ausgearbeiteter Businessplan mit realistischer Finanzplanung ist hier Pflicht, sonst wird's schwierig mit der Zusage.
Bürgschaften und Beteiligungen: Wenn Sicherheiten fehlen
Ein häufiges Problem bei der Kreditvergabe: Banken wollen Sicherheiten sehen, die viele Gründer schlicht nicht haben. Hier helfen Bürgschaftsbanken der Bundesländer weiter. Sie übernehmen einen Teil der Haftung gegenüber der Bank und erhöhen so deine Chancen auf eine Finanzierungszusage – auch ohne Eigenkapital oder Sicherheiten in entsprechender Höhe.
Für wachstumsstarke, oft technologieorientierte Start-ups gibt es zusätzlich Beteiligungskapital, etwa über den High-Tech Gründerfonds oder regionale Venture-Capital-Fonds. Hier bekommst du kein Fremdkapital, sondern gibst Unternehmensanteile im Tausch gegen Kapital ab – eine Option, die sich vor allem für skalierbare Geschäftsmodelle mit hohem Wachstumspotenzial eignet.
So findest du das passende Programm für dich
Bei der Vielzahl an Programmen lohnt sich ein strukturiertes Vorgehen:
- Förderdatenbanken nutzen: Die Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de) listet Bundes-, Landes- und EU-Programme durchsuchbar nach Branche, Region und Vorhaben auf.
- Beratung in Anspruch nehmen: IHK, Handwerkskammern und Gründerzentren bieten oft kostenlose oder stark vergünstigte Erstberatungen an – nutze das, bevor du dich im Antragsdschungel verlierst.
- Businessplan frühzeitig erstellen: Fast alle Förderprogramme setzen einen soliden Businessplan mit Finanzplanung voraus. Je früher der steht, desto reibungsloser läuft die Antragstellung.
- Fristen beachten: Viele Zuschüsse müssen vor Beginn der Gründung bzw. vor der Investition beantragt werden – rückwirkende Anträge werden in der Regel abgelehnt.
- Kombinationen prüfen: Oft lassen sich mehrere Programme kombinieren, etwa ein Zuschuss für die Anlaufphase plus ein Förderkredit für Investitionen. Kläre aber vorab, ob eine Kombination bei den jeweiligen Programmen zulässig ist.
Unser Tipp: Nimm dir für die Recherche und Antragsvorbereitung bewusst Zeit ein – im Zweifel lieber ein paar Wochen mehr investieren, als am Ende eine Förderchance zu verpassen. Mit der richtigen Vorbereitung stehen die Chancen gut, dass dein Gründungsvorhaben finanziell auf soliden Beinen steht.

